Future Music Camp Learnings

Meine 3 größten Learings vom Future Music Camp 2019

Viele große Themen

Künstliche Intelligenz & Musik – das, so würde ich es zusammenfassen, war das übergeordnete Thema der zwei Tage des Future Music Camps der Popakademie in Mannheim am 16./17. Mai 2019.

Wird der A&R-Prozess in der Zukunft von KIs übernommen? Wo findet sich bereits künstliche Intelligenz in unserem Alltag und warum ist Deutschland, wie auch die EU, weit hinterher, wenn es um Unternehmen und Angebote im Bereich der KI geht? – Viele der Inhalte des Future Music Camps beschäftigten sich mit großen Fragen wie diesen, welche zusammen zu fassen die Kapazität dieses Beitrags wohl sprengen würde. 😉

3 praktische Learnings

Daher habe ich dir in diesem Artikel meine 3 größten Learnings aus den Keynote-Vorträgen und Sessions des Future Music Camps zusammengestellt, von denen ich glaube, dass du sie wirklich auch direkt umsetzen kannst.

1. Der Spotify Popularity Index

Learning aus: Keynote von Chaz Jenkins (Chartmetric)

Diese Information war wirklich ein kleiner Eye-Opener, was den Fokus und die Nutzung bei Marketing und Promotions im Bereich von Spotify angeht.
Der Spotify Popularity Index ist eine Zahl, mit der Spotify selbst die Popularität eines Artists bewertet und damit auch ein Instrument, mit dessen Hilfe es seine Playlists zusammenstellt.
Das Spannende ist, welche Faktoren dafür sorgen, dass dieser Index steigt oder eben fällt. Hier die beiden, die mir herausgestochen sind:

  • Saves/Collections: Das fand ich durchaus ausspannend – wie oft einer deiner Songs in persönliche Bibliotheken „gesaved“ wurde.
  • Skiprate/Streams: Natürlich spielt auch die Anzahl der Streams eine Rolle, viel interessanter ist aber noch, dass Spotify auf die Skiprate schaut, d.h. wie oft einer deiner Songs in einer Playlist geskipped wurde.

Dies hat meiner Meinung nach einige wichtige Implikationen. Zum einen zeigt es einmal mehr, dass eine enge Bindung zu deinen Fans viel mehr wert ist, als einfach super viele Streams zu haben. Das Ziel ist, dass jemand deinen Song so gut findet, dass er ihn speichert! Und zum anderen lässt es einen ganz anders über manche Playlists denken, wo vielleicht vieles zusammengewürfelt ist und so die User öfter mal Songs skippen, was dann deinen Popularity Index senken kann. 😲

Future Music Camp Vortrag

2. Die Gaming Industrie – Neue Fanbase erschließen

Learning aus: Keynote von Marlen Huellbrock (Music Ally)

Das mag sicher nicht für jeden spannend sein, doch ganz allgemein lässt sich festhalten, dass sich die Gaming- und die Musik-Industrie immer öfter zusammenfinden, gerade was den Bereich Marketing angeht. Und an dieser Stelle geht es gar nicht mal so sehr um Musik IN Games, sondern vielmehr um die Persönlichkeiten, Gamer, Youtuber und Live-Streamer von Games, die ihre Videos auch immer mit Musik unterlegen. Die Idee ist, dies hier aktiv anzugehen und sich mit diesen Personen zu vernetzen – wenn man selbst als Musiker auch gerne zockt vielleicht sogar sowas wie einen gemeinsamen Stream o.Ä. zu planen. Fand ich einen spannenden Ansatz, der mir zuvor noch nicht in den Sinn gekommen war.

3. Tool: Spotontrack

Learning aus: Studierenden-Session (Streamingpromotion – How it works & DIY)

Wir kommen noch einmal zu Spotify und dem Tool Spotontrack, mit dem sich die Entwicklung einzelner Tracks, Artists, Playlisten ect. tracken und beobachten lässt. Dies wird meiner Meinung nach gerade an dem Punkt spannend, wo man beginnt in Streamingpromotions oder Playlistenmarketing o.Ä. zu investieren und natürlich verfolgen möchte, ob die Maßnahmen einen Impact gehabt haben.

Soviel zu meinen 3 größten Learnings. Alles in allem gab es super viel spannenden Input in diesen zwei Tagen und ich kann dir nur ans Herz legen, im nächsten Jahr vielleicht selbst beim Future Music Camp vorbeizukommen – noch dazu ist die Anmeldung kostenlos. 😊