Klarheit in der Band

Einblicke ins Band Coaching

Durch jedes einzelne Band Coaching, und durch meine Arbeit als Bookerin sowie Projekt- und Eventmanagerin, durfte ich bereits mit vielen Bands und Musiker*innen zusammenarbeiten und dabei inspirierende Menschen kennen lernen und spannende Geschichten erfahren. Über die Zeit sind mir dabei einige, wiederkehrende Punkte bewusst geworden, über die sich eine jede Band untereinander abgestimmt haben sollte. Am besten geschieht dies natürlich in der Anfangsphase, aber auch für eine „Justierung“ ist es in dem Sinne natürlich nie zu spät.

Wir sind doch nicht nur zum Spaß hier! - Nicht?

Es scheint ganz grundlegend, und doch wird oft im Vorfeld nicht geklärt, wie jeder einzelne die Band aus seinen Augen betrachtet. Ist das Ganze „nur“ ein Hobby? Ist es mehr als das, aber soll trotzdem noch neben dem Job stattfinden? Oder ist das Ziel, von der Musik leben zu können?
Dies wird spätestens an dem Punkt unübersehbar wichtig, wenn das Bandprojekt etwas Fahrt aufnimmt, und die Interessen des Hobby-Bandmitglieds mit denen eines 100%-Am-Start-Mitglieds kollidieren. Denn was ganz untrennbar mit der Einstufung in Hobby-, Teil- oder Vollzeit-Projekt korreliert ist der Zeitaufwand, den die jeweilige Person in das Projekt stecken kann oder will – vom finanziellen Aufwand mal ganz abgesehen.

Es ist einfach wichtig, sich bewusst zu sein, dass jede Entscheidung im Voranbringen des Projektes auf ein höheres Level mit noch mehr Arbeit gerade auf der „Nicht-Musikmachen-Seite“ verbunden ist. Dies fängt beim ersten Videodreh an und hört auch bei der ersten Plattenproduktion mit anschließender Release-Tour nicht auf. Über diese Implikationen sollte sich jedes einzelne Bandmitglied im Klaren sein, damit es an den entsprechenden Punkten nicht zu spät erst zur Bewusstwerdung der Differenzen kommt.

Denn oft ist es alles ja am Anfang noch nicht so „ernst“, ihr gründet eine Band, spielt ein paar Auftritte, und schaut mal, „wie es so läuft“. In diesem Stadium scheint eine solche Klärung der Verhältnisse vielleicht übertrieben, umso wichtiger ist es aber tatsächlich, dass dies genau in diesem Stadium passiert, damit man sich gemeinsam darüber einig ist, wo es hingehen soll. Denn die andere Variante ist das Stagnieren – ab und zu kommt ein Gig rein, die Videos bekommen ein paar Klicks, aber das war es dann auch. Für den Hobby-Spieler ist das ein cooler Zustand, wohingegen ambitionierte Bandmitglieder zusehends frustrierter werden und sich fragen, warum es nicht voran geht. Dabei ist das Projekt an sich eben nicht auf „Vorankommen“ ausgerichtet.

Rollenverteilung - neben den Instrumenten

Wohingegen die Aufteilung wer in der Band welches Instrument spielt oder welchen Part übernimmt, meist von Anfang klar ist, wir oft wenig bis gar nicht darüber gesprochen, welche anderen Aufgaben noch anstehen und vor allem wer für welchen Bereich „den Hut auf hat“.
Wenn auf die Frage „Wer kümmert sich bei euch denn um Social Media?“ als Antwort kommt „Ach, wir machen das alle so ein bisschen“, dann verwundert es auch nicht weiter, dass das vermeintlich verteilte Bisschen oft in einem Gar Nicht resultiert.

Jeder hat seine Stärken und Schwächen, nutzt dies von Beginn an zu eurem Vorteil: Die Person, die sowieso immer am Handy hängt bekommt den Social Media Hut, die, mit dem Tabellen-Fetisch nimmt sich zB. Projektplanung- und Kalenderthemen an, wer gut verkaufen kann und Herausforderungen mag geht ins Booking, wer gut mit Worten ist kümmert sich um Pressetext, PR und Weiteres. Ihr seht, worauf ich hinauswill. Dass das, was ihr alle am besten könnt, das Musikmachen ist, steht dabei außer Frage. 😉 

So eine Verteilung essenziell für ein effektives Vorankommen in eurem Projekt: es ist damit sichergestellt, dass die Dinge auch erledigt werden, weil es genau eine Person gibt, die jeweils dafür zuständig ist und sich nicht gegenseitig die Verantwortung hin und her geschoben werden kann.

Der Wert von Werten

In meinem Band Coaching zum Thema Zielsetzungen erarbeite ich mit den teilnehmenden Bands nicht nur ihr Leitbild samt Vision und Mission für ihr Projekt, sondern vor allem werden auch die Werte herausgearbeitet, die für alle Bandmitglieder dem Ganzen zugrunde liegen. Das ist meiner Meinung nach mit einer der wichtigsten Schritte, die im Verlauf einer „Band-Startphase“ durchlaufen werden. Nicht nur, damit innerhalb der Band die Laufrichtung klar ist, sondern auch, damit das Projekt auch von den Außenstehenden, eurem Publikum und Menschen aus der Musikszene, einheitlich gesehen und verstanden werden kann.

Was möchte man seinem Publikum vermitteln? Welches Bild möchte man nach Außen abgeben? Was ist die Grundstimmung, die mit der Musik erzeugt werden soll? Soll ein politisches Statement mitschwingen? Um nur ein paar Punkte zu nennen. Nur wenn hier alle im selben Boot sitzen und im gleichen Rhythmus paddeln kommt man auch irgendwo an – ob mit dem oder gegen den Strom ist dabei egal, Hauptsache zusammen in eine Richtung. 😉

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Wir lesen uns, bis dann, Corinna


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